Literaturliste



Diese Literaturliste bietet Ihnen eine Auswahl aus der Vielzahl von Büchern und Arbeitsmaterialien zum Thema „Legasthenie" und „Dyskalkulie“.

Das Material ist zum Großteil nur für die Hand des/der Unterrichtenden, der/die es in Auswahl einsetzt, geeignet. Beachten Sie bitte dabei Folgendes:

Viele Übüngsheftchen sind leider immer noch überwiegend kontrastiv aufgebaut, das heißt, sie bieten etwa Übungen zu „d" und „t", „b" und „p", Dehnung und Schärfung, „s" und „ss/ß" unmittelbar hintereinander. Es ist dasselbe Prinzip, das auch die meisten Sprachbücher aufweisen.
Die kontrastive Methode ist für legasthene Schüler völlig ungeeignet!

Sie verwechseln alles, was man verwechseln kann. Rechtschreibübungen sind daher nur sinnvoll, wenn ein Rechtschreibphänomen in sich geschlossen geübt wird (etwa „weicher" Verschlusslaut) und der Kontrast (also „harter" Verschlusslaut) erst später geboten wird – einige Wochen Abstand als Minimum. Wird kontrastiv gearbeitet, so werden rechtschreibschwache Schüler immer schlechter, je mehr sie üben!

Das gilt sinngemäß natürlich für alle Rechtschreibklippen, also etwa Dehnung – da müssen Langvokale ohne Dehnungszeichen und solche mit Dehnungszeichen getrennt geübt werden – und Schärfung – getrenntes Üben der Wörter mit nicht verdoppeltem und verdoppeltem Konsonant.

Keinesfalls dürfen Dehnung und Schärfung gegenübergestellt werden!

Bedenken Sie auch, dass „s" und „ss/ß" nicht gemeinsam erarbeitet werden dürfen! (Eine Kollegin, die dies tat, erreichte damit eine Verschlechterung von 75 %!)

Geben Sie daher Übungsmaterial nie kommentarlos an Eltern weiter! Machen Sie sie mit der Problematik vertraut, und unterstützen Sie das häusliche Üben durch regelmäßige Checkups (mit dem Kind und in Form von Elterngesprächen).

Vermeiden Sie auch kontrastive Überprüfungen (etwa in Form von Diktaten), soweit das möglich ist. Verwenden Sie nie Fehlertexte (weder als Übung noch als Prüfungsform), da sie legasthene Schüler selektiv benachteiligen.

Bedenken Sie, dass Ähnliches auch für die Rechenschwäche gilt. Auch hier dürfen gegenläufige Operationen nicht zu rasch aufeinander folgen - alles, was verwechselt werden kann, verunsichert und hemmt den Lernfortschritt!



Dr. Eva Adler , Stiftgasse 21/22, 1070 Wien

Tel. 0676 61 34 903, E-Mail: eva.adler@univie.ac.at

Mag. Maria Götzinger-Hiebner, Schloßhofer Straße 50/1, 1210 Wien

Tel. 0664 286 33 86, E-Mail: goetzinger@legasthenieausbildung.at


Empfehlenswerte Bücher (Auswahl):


Affolter, Félicie: Wahrnehmung, Wirklichkeit und Sprache. Neckar-Verlag, Killingen-Schwenningen 1987.

Betz, Dieter und Helga Breuninger: Teufelskreis Lernstörungen. Psychologie Verlag Union, München 5. Auflage 1998.

Daumenlang, Christian und Inge Döllinger: Teilleistungsstörungen in der Grundschule. Richtig erkennen, gezielt fördern. Oldenburg, München 2002.

Endres, Wolfgang: So macht Lernen Spaß. Lernhilfen von Beltz. Weinheim und Basel 18.Aufl. 2004.

Fischer, Burkhart: Hören – Sehen – Blicken – Zählen. Teilleistungen und ihre Störungen. Hans Huber 2003.

Fritz-Stratmann, Annemarie, Gabriele Ricken und Siegbert Schmidt: Rechenschwäche. Lernwege, Schwierigkeiten und Hilfen bei Dyskalkulie. Ein Handbuch. Beltz, Weinheim 2002.

Gaidoschik, Michael: Rechenschwäche – Dyskalkulie. Eine unterrichtspraktische Einführung für LehrerInnen und Eltern. öbv & hpt, Wien 2002.

Gaidoschik, Michael: Rechenschwäche vorbeugen – Das Handbuch für LehrerInnen und Eltern. 1. Schuljahr: Vom Zählen zum Rechnen. Wien 2007.

Ganser, Bernd, Dolenc, Ruth und Laschkowski, Werner: Rechenstörungen. Unterrichtspraktische Förderung. Auer, Donauwörth, 2. Aufl. 2002.

Götzinger-Hiebner, Maria: Das Rechtschreibverwirrbuch oder: Wie man Kinder fertig macht. Lernen mit Pfiff, Wien 2002.

Grissemann, Hans: Spätlegasthenie und funktionaler Analphabetismus. Hans Huber, Bern 1984.

Grissemann, Hans: Von der Legasthenie zum gestörten Schriftspracherwerb. Therapeutische und sprachdidaktische Konsequenzen eines gewandelten psychologischen und sonderpädagogischen Konzepts. Hans Huber, Bern 1996.

Gruber, Heinz und Viktor Ledl: Allgemeine Sonderpädagogik. Grundlagen des Unterrichts für Schüler mit Schulschwierigkeiten und Behinderungen. Jugend und Volk, Wien 2004.

Haase, Peter (Hg.): Schreiben und Lesen sicher lehren und lernen. Borgmann, 2000.

Häfele, Hemma und Hartmut Häfele: Bessere Schulerfolge für legasthene und lernschwache Schülerinnen durch Förderung der Sprachfertigkeiten.
Band 1 (2009): Informationen zu Theorie und Diagnose für Therapeutinnen, Lehrerinnen und Eltern.
Band 2 (2010): Praktische Maßnahmen für zu Hause, für den Unterricht und zur außerschulischen Betreuung.

Beide Bände erschienen bei Books on Demand.

Hitzler, Willi und Gustav Keller: Rechenschwäche. Formen, Ursachen, Förderung. Mit Kopiervorlagen. Auer, Donauwörth 1999.

Holowenko, Henryk: Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS). Wie Zappelkindern geholfen werden kann. Beltz, Weinheim 4. Aufl.2001.

Jegge, Jürg: Dummheit ist lernbar. Zytglogge, Bern 1994.

Kleinmann, Klaus: Verstehen, Beobachten und gezieltes Fördern von LRS-Schülern. Dortmund 4. Afl. 2003.

Klicpera, Christian und Barbara Gasteiger-Klicpera: Psychologie der Lese- und Schreibschwierigkeiten. Entwicklung, Ursachen, Förderung. Beltz, Weinheim 1998.

Leutenbauer, Helmut: Leichtsinnsfehler oder Rechenschwäche. Handreichung zur Fehlerursachen-Analyse in der Grundschule. Care-Line, Neuried 2002.

Lobeck, Arnold: Rechenschwäche. Geschichtlicher Überblick, Theorie und Therapie. Edition SZH/SPC 2001.

Lorenz, Jens: Lernschwache Rechner fördern. Ursachen der Rechenschwäche – Frühhinweise auf Rechenschwäche – Diagnostisches Vorgehen. Berlin 2003.

Maier, Peter H.: Räumliches Vorstellungsvermögen. Ein theoretischer Abriss des Phänomens räumliches Vorstellungsvermögen. Mit didaktischen Hinweisen für den Unterricht. Auer, Donauwörth 1999.

Metzig, Werner und Martin Schuster: Lernen zu lernen. Lernstrategien wirkungsvoll einsetzen. Springer, Berlin-Heidelberg 6. Aufl. 2003.

Metzler, Beate: Hilfe bei Dyskalkulie. Lernen durch Handeln bei Rechenschwäche. verlag modernes lernen, Dortmund 2. Aufl. 2002.

Milz, Ingeborg: Rechenschwächen erkennen und behandeln. Teilleistungsstörungen im mathematischen Denken neuropädagogisch betrachtet. Borgmann Publikationen, Dortmund 2004 (6., vollständig neu bearbeitete Auflage).

Mitschka, Ruth: Sich auseinander setzen - miteinander reden. Veritas, Linz 2000.

Möckel, Andreas: Lese-Schreibschwäche als didaktisches Problem. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1997

Naegele, Ingrid M., Valtin, Renate und Haarmann, Dieter (Hg.): LRS in den Klassen 1-10. Handbuch der Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Band 1: Grundlagen und Grundsätze der Lese-Rechtschreibförderung. Beltz, Weinheim 1997, Band 2: Schulische Förderung und außerschulische Therapien. Beltz, Weinheim 2000.

Raschendorfer, Nicola und Sabine Zajicek: Dyskalkulie – Wo ist das Problem? Verlag an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr 2006.

Rosenkötter, Henning: Neuropsychologische Behandlung der Legasthenie. Beltz, Weinheim 1997.

Ruf-Bächtiger, Lislott: Das frühkindliche psychoorganische Syndrom. Minimale zerebrale Dysfunktion. Diagnostik und Therapie. Thieme, Stuttgart 4. Aufl 2003.

Sassenroth, Martin: Schriftspracherwerb. Entwicklungsverlauf, Diagnostik und Förderung. Haupt, Bern und Stuttgart 4. Auflage 2000.

Sattler, Johanna B.: Der umgeschulte Linkshänder oder der Knoten im Gehirn. Auer, Donauwörth 2. Aufl. 2002.

Schenk-Danzinger, Lotte: Legasthenie. Zerebral-funktionelle Interpretation. Diagnose und Therapie. Reinhardt, München 2. neu bearbeitete Auflage 1991.

Schilling, Sabine und Theres Prochinig: Dyskalkulie. Rechenschwäche. Lehrerkommentar und unterrichtspraktischer Teil. Schubi 8. Aufl. 2000.Schwarz, Margret: Rechenschwäche? Wie Eltern helfen können. Urania-Ravensburger, Berlin 2. Aufl. 2002.

Sommer-Stumpenhorst, Norbert: Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten: vorbeugen und überwinden (Neubearbeitung 2006). Von der Legasthenie zur LRS – LRS-Diagnose – Förderkonzepte und Übungsmaterialien. Berlin 2006.

Warnke, Andreas, Uwe Hemminger, Ellen Roth und Stefanie Schneck: Legasthenie. Leitfaden für die Praxis. Hogrefe Göttingen 2002.

Werth, Reinhard: Legasthenie und andere Lesestörungen. Wie man sie erkennt und behandelt. Beck, München 2003. Dazu gibt es Diagnose- und Lernprogramme für den PC für Schulen und Eltern: celeco GmbH, Postfach 600550, 81205 München, Tel.: 089 82909306, mailto:info@celeco.com


Diagnosematerial:


Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen: Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten. Diagnose – Förderung – Materialien. Auer Donauwörth, Dillingen 3. Aufl. 2005.

Heil, Gerlinde: Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Lernfehler? Materialien zur Diagnose und Förderung in der Grundschule. Care-Line, Neuried 2003.

Landerl, Karin et al.: Salzburger Lese-Rechtschreib-Test. Verfahren zur Differentialdiagnose von Störungen des Lesens und Schreibens für die 1. bis 4. Schulstufe. Huber, Bern und Stuttgart 2005.

Sindelar, Brigitte: Instrumentarium zur Diagnose von Teilleistungsschwächen. Austrian Press GmbH, 1190 Wien, Obkirchergasse 36/1, Tel. 01/318 04 77, Fax 01/318 04 76.



Fördermaterial:


Beachten Sie bitte, dass die angegebenen Altersgrenzen sich am Klassendurchschnitt orientieren. Ein Kind mit Problemen hat jedoch meist einiges aus der vorigen Stufe aufzuholen. Steigen Sie also lieber eine Stufe tiefer ein, damit Ihr Schüler/Ihre Schülerin Erfolgserlebnisse haben kann!

So greifen Sie für ein leseschwaches Kind der 3. Klasse Volksschule zum Lesetraining für die 2. Klasse (= Schulstufe). Für ein Kind mit etwa 10 Jahren, das große Rechtschreibprobleme hat, sind die Rechtschreib-Programme, auf denen "Ab der 3. Schulstufe" steht, geeignet, auch wenn es in die 4. Klasse oder in die 1. Klasse Hauptschule/Gymnasium geht.

Und denken Sie daran: Übungen so zusammenstellen, dass nichts verwechselt wird!


Spezielle Förderprogramme für das Volksschulalter:


Biermann, Ingrid: Spiele zur Wahrnehmungsförderung. Herder, Freiburg 2003.

BOB. Die Leseratte: Leselehrgang am Computer. Vertrieb: Platus Learning Systems GmbH, Steinkogelstraße 32, A-4802 Ebensee, Telefon +43 (0) 7242 35 10 14, Hersteller: Sturmair und Siegele OEGm Kafkastraße 1, A-4600 Wels. www.leseratte.at
Chavanne, Verena: Leserätsel. Spielerisch leicht lesen lernen. 4 Hefte., ÖBV-HPT 2001/2003.

Götzinger-Hiebner, Maria: Aufsatz schreiben – Schritt für Schritt. Ab der 3. Schulstufe. Lernen mit Pfiff, Wien 2003.

Götzinger-Hiebner, Maria: Übungsprogramm zur S-Schreibung. ß und ss. Wien, Lernen mit Pfiff 2005.

Gührs, Lilo: Fit trotz Rechenschwäche. Im Zahlenraum bis 20. AOL-Verlag Frohmut Menze, 2004.

Haider, Claudia: Kinder fördern leicht gemacht: Serialität, Raumorientierung, Akustik, Intermodalität, Optik. Vorschulstufe/1. Schuljahr und 2. Schuljahr, je 5 Hefte. ÖBV/HPT, Wien 2001.

Heil, Gerlinde: Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Lernfehler? Materialien zur Diagnose und Förderung in der Grundschule. Care-Line 2003.

Hirler, Sabine: Wahrnehmungsförderung durch Rhythmik und Musik. Herder, Freiburg 2003.

Hofmann, Juna, König, Krotky, Simkovsky: Spiel mit uns! (Spielekartei). Jugend und Volk, Wien 1998.

Kleinmann, Klaus: Die Wortbaustelle. Morphemtraining: der gute Weg zur besseren Rechtschreibung. AOL-Verlag Frohmut Menze, 2. Aufl. 2001.

Kowarik, Othmar: Akustisches Wahrnehmungstraining und Training der intermodalen Zuordnung. Schulbuchverlag Jugend und Volk, Wien 1998.

Kowarik, Othmar: Räumliches Wahrnehmungstraining und Konzentrationstraining. Schulbuchverlag Jugend und Volk, Wien 1998.Kowarik, Othmar: Räumliches Wahrnehmungstraining und Konzentrationstraining. Schulbuchverlag Jugend und Volk, Wien 1998.
Alle drei Kowarik-Hefte verbinden Wahrnehmungs- und Rechtschreibtraining.

Monschein, Maria: Spiele zur Sprachförderung, 2 Bde. Don Bosco Medien, 1998 und 1999.

Pfeiffer, Karin: Trainingshefte zu verschiedenen Bereichen, hauptsächlich Lesen, Rechtschreiben, Aufsatz, aber auch Sachunterricht und Mathematik. Nur direkt beim Verlag zu bestellen: Stolz Verlags GesmbH, Düren, Deutschland, Tel. 02421 / 5 79 79, Fax 02421 / 95 89 09, E-Mail: stolzverlag@t-online.de

Röttgen, Gisela und Margit Müllenbruch: Ort und Richtung. Wahrnehmungstraining zur Orientierungsverbesserung für Sechs- bis Achtjährige. Mit Kopiervorlagen. Borgmann, Dortmund 1996.

Sattler, Johanna B.: Übungen für Linkshänder. Schreiben und Hantieren mit links. Mit Kopiervorlagen. Auer, Donauwörth 2002.

Sattler, Johanna B.: Übungsheft für Linkshänder. Auer, Donauwörth 2001.

Schupp, Karin: ABC-Geschichten zum Schulanfang. Ernst Kaufmann 1999.

Stücke, Uta: Konzentrationstraining. Ein systematisches Förderprogramm. Bd. 1: 1. und 2. Schuljahr. Verlag an der Ruhr 1999/2000.

Vellguth, Sita und Peter Deutsch: CESAR Lernspiele Lesen. Computergestützte Legasthenie-Therapie. (CD-ROM).

Veritas Lernsoftware: Fürst Marigor und die Tobis. Ein Lese- und Schreibabenteuer für Kinder ab 7 Jahren (CD-ROM).



Trainingsprogramme für ältere Kinder und Jugendliche (Hauptschule, gymnasiale Unterstufe):


Götzinger-Hiebner, Maria: Aufsatz schreiben – Schritt für Schritt. Bis 5./6. Schulstufe. Lernen mit Pfiff, Wien 2003.

Götzinger-Hiebner, Maria: Irregular Verbs. Verbtrainer mit CD, Lernen mit Pfiff 2004.

Götzinger-Hiebner, Maria: Übungsprogramm zur S-Schreibung. ß und ss. Wien, Lernen mit Pfiff 2005.

LÜK -Legekasten und LÜK-Hefte. Westermann, Braunschweig
Übungen für Legastheniker 2 und 3, Lesetraining 3, 4, 5. Grundwortschatz 3.
Achtung! Die Rechtschreibhefte sind hoch kontrastiv und deswegen ungeeignet!

Pfeiffer, Karin: Zwillingsdiktate und andere Übungshefte; Trainingshefte zu verschiedenen Bereichen, hauptsächlich Lesen, Rechtschreiben, Aufsatz, aber auch Englisch und Mathematik. Nur direkt beim Verlag zu bestellen: Stolz Verlags- GesmbH, Düren, Deutschland, Tel. 02421 / 5 79 79, Fax 02421 / 95 89 09, E-Mail: stolzverlag@t-online.de.

Stücke, Uta: Lern- und Konzentrationstraining 5. und 6. Klasse. Verlag an der Ruhr 2001.

Zach, Franz und René Gromes: Durchstarten Englisch für die 5., 6., 7. und 8. Schulstufe. Veritas, Linz.